Der Alarm der Brandmeldeanlage einer Behinderteneinrichtung in der Straße „Am Grundweg“ rief am Freitag (13. April) die Feuerwehren Seeheim und Jugenheim auf den Plan. Eine Überprüfung vor Ort durch die Feuerwehr ergab, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

Wegen eines lichterloh brennender hoher Baumes an der Bundesstraße 3 Richtung Darmstadt-Eberstadt wurde die Seeheimer Feuerwehr am Freitag (20. April) um 20.54 Uhr alarmiert). Unter Einsatz von 2 Rohren wurde der Baum abgelöscht, musste aber sodann für Nachlöscharbeiten dennoch gefällt werden.

Copyright Fotos : Peter Fieber und Luc Kumle (Fotos 2, 3 und 5) und Jens Roßmann (Fotos 1 und 4)

 

Gewitterzelle richtet in Seeheim-Jugenheim Schäden an – Großeinsatz für die Feuerwehren

 Eine Gewitterzelle mit Sturm, Starkregen und Hagel traf am Nachmittag des Montag (23. April) die Bereiche von  Seeheim und Ober-Beerbach in Seeheim-Jugenheim.

Zunächst wurden die Freiwilligen Feuerwehren Jugenheim und Seeheim um kurz vor 16 Uhr zur Beseitigung umgestürzter Bäume im Bereich der Landesstraße 3103 (so genannte „Schuldorfstraße“) zu Hilfe gerufen.

Nur Minuten später wurde es dann richtig ernst:

Starke Regenmengen von – laut Deutschem Wetterdienst – zwischen 35 und 40 Litern in innerhalb kurzer Zeit, teilweise verbunden mit Hagel, ließen in kurzer Zeit in Seeheim den Elsbach aus dem Ober-Beerbacher Tal kommend, äußerst stark anschwellen. Dies wiederum führte zu Überflutungen der Darmstädter und Ober-Beerbacher Straße sowie Teilen der Schlossstraße. Durch den Druck der Wassermassen wurden auch Abdeckungen  der Verrohrung des Elsbaches und der Kanalisation  aus Ihren Fassungen gehoben. Die Darmstädter Straße und auch die Schlossstraße mussten daher zeitweise für den Verkehr voll gesperrt werden. Auch weitere Straßen im Ortskern wurden von Wassermassen überflutet. Zudem wurden etliche Kellerräume unter Wasser gesetzt.  Auch die Waldstraße wurde von Schlamm- und Geröllmassen überschwemmt.  Der Einsatzschwerpunkt in Seeheim lag jedoch im Bereich des alten Ortskerns.

Zwischen Seeheim und Jugenheim ergoss sich an einer Stelle eine Schlammlawine auf den Rad.- und Fußweg sowie auf die Fahrbahn der Landesstraße 3100.

Eine prekäre Situation ergab sich kurzzeitig an den in einem Seitental des Ober-Beerbacher Tales gelgenen „Märchenteichen“, wo von den Wassermassen ein Damm überflutet wurde. Hier sorgte die Feuerwehr durch Verbesserung des Wasserabflusses für eine Entspannung der Situation.

Auch der Ortsteil Ober-Beerbach wurde von der Gewitterzelle stark betroffen. Dort wurden in Bereichen der Eberstädter Straße, Erbacher Straße, und Ernsthöfer Straße gelegenen Privatgrundstücke und deren Räumlichkeiten durch den über die Ufer getretenen Beerbach teilweise in Mitleidenschaft gezogen. Auch Bereiche  des  der Straße „Albert-Einstein Ring“ waren von den Auswirkungen des Unwetters betroffen.

Im Hinblick auf die Großschadenslagen wurden daraufhin sämtliche Feuerwehren der Gemeinde Seeheim-Jugenheim eingesetzt. Zudem wurden zur Unterstützung der örtlichen Wehren auch die Feuerwehren aus Alsbach, Nieder-Beerbach und Pfungstadt angefordert und kamen ebenfalls zum Einsatz.

Bürgermeister Olaf Kühn und dessen Nachfolger im Amt, Alexander Kreissl, sowie Kreisbrandinspektor Heiko Schecker machten sich ein Bild von der Lage.

Gegen 21 Uhr waren alle Einsätze abgearbeitet .Insgesamt waren über 130  Kräfte der Feuerwehren mit 24 Fahrzeugen vor Ort. Die Gesamteinsatzleitung lag in den Händen von Gemeindebrandinspektor Stefan Katzer.

Der Betriebshof der Gemeinde Seeheim-Jugenheim war mit schwerem Räumgerät, Lkw´s und der Kehrmaschine sowie sechs Bediensteten ebenfalls vor Ort eingesetzt und unterstützte die Arbeit der Feuerwehr in vorbildlicher Weise.

Über die Höhe der durch das Unwetter entstandenen Sachschäden können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Copyright Fotos: Ursula Kraft (Fotos 1 und 2), Sören Frey (Fotos 3 und 4), Marco Gerbershagen (Fotos 5 und 6),  Jens Roßmann (Fotos 7, 8 und 9), Linda Kraft (Foto 10) und Alexander Zimmermann (Foto 11), Jens Roßmann (Fotos 7, 8 und 9), Linda Kraft (Foto 10) und Alexander Zimmermann (Foto 11)