Bei einer Pflichtfeuerwehr, die nach dem Gesetz möglich ist, können alle männlichen Einwohner, mit wenigen Ausnahmen, bei einem Alter zwischen 17 und 60 Jahren zum Feuerwehrdienst herangezogen werden. Jeder Betroffene kommt seinen Pflichten nach. Er wird aber froh sein, wenn er wegen Erreichung der Altersgrenze von seiner Bürde befreit ist.

ChronikGanz anders ist die Situation bei einer freiwilligen Feuerwehr, wie dies bei der Seeheimer Wehr der Fall ist. Hier treten die Bewerber aus eigenem Antrieb in die Einsatzabteilung ein. Mit Interesse, mit Eifer und einer sehr positiven Einstellung zur Sache packen sie zu. Da der Einsatz in sich ein harmonisches Zusammenwirken aller Kräfte erfordert, ist stets ein guter kameradschaftlicher Mannschaftsgeist unabdingbar. Jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen. Witz und Neckereien, niemals verletzend, beflügeln den Eifer innerhalb der Gruppe.

Doch irgendwann kommt der Tag, an dem die Altersgrenze von 60 Jahren erreicht ist. Jetzt werden die lang gedienten Kameraden, mit denen man so manchen Einsatz gemeistert hat, nicht einfach zum alten Eisen gelegt. Nach wie vor bleiben sie in der Gemeinschaft. In der Alters- und Ehrenabteilung bilden sie eine neue Gruppe. Sozusagen aus der Ferne beobachten sie mit Interesse das weitere Geschehen. Bei gar zu hitzigen Debatten verstehen sie es meisterhaft, die Wogen zu glätten und zu anstehenden Problemen, gestützt auf ihren reichen Erfahrungsschatz, Lösungen vorzuschlagen. Gern sitzen die „Jungen“ in ihrer Hörweite und manche erzählte Anekdote gibt immer wieder Anlass zu wahren Lachsalven.

Zusammengefass heißt dies: die „Alten “ werden geachtet ud geehrt. Sie bleiben bis an ihr Lebensende Mitglied in einer Gemeinschaft, fürderen Leistungsfähigkeit sie sich in jungen Jahren freiwillig eingesetzt haben.

Vertreter  der Ehren- und Altersabteilung seit Inkrafttreten des BrSHG:

1973 – 1979         Spalt, Georg

1979 – 1993         Zeißler, Werner

1993 – 2017        Hess, Jürgen