Hohen Sachschaden verursachte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ( 28. auf 29.März) der Dachstuhlbrand eines Wohnhauses im Stettbacher Tal in Jugenheim.

Die um 00.09 Uhr alarmierten Feuerwehren Seeheim und Jugenheim rückten aufgrund der Alarmmeldung und der Mitteilung, dass noch Personen im Gebäude vermutet werden, mit einem Großaufgebot an.

Aufmerksame Nachbarn hatten Feuer entdeckt und die bereits schlafenden Bewohner des Hauses geweckt, die sich hierdurch noch vor Eintreffen der Feuerwehr aus eigener Kraft unverletzt aus dem Gebäude retten konnten.

Bei dem Brandobjekt handelt es sich um eingeschossiges Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoss.

Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen bereits Flammen aus einem Teil des Dachstuhls. Insgesamt war zudem eine starke Rauchentwicklung aus dem gesamten Dachbereich erkennbar. Der Brandrauch breitete sich auch auf Teile der Ortslage Jugenheim aus.

Mittels eines massiven Löschangriffs mit insgesamt 5 Rohren im Außen- und Innenangriff, darunter auch mit dem Wenderohr der Drehleiter, wurde die Brandbekämpfung aufgenommen. Den unter Atemschutz vorgehenden Einsatzkräften gelang es, eine Ausbreitung des Feuers auf den gesamten Dachstuhl zu verhindern.

Nach gut einer halben Stunde war der Brand unter Kontrolle.

Um an Brand- und Glutnester zu gelangen, musste die Feuerwehr auch die Dachhaut öffnen.

Auf Grund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern  wurde um 00.36 Uhr zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils Stettbach angefordert.

Zudem fungierte der Gerätewagen „Logistik“ der Feuerwehr Seeheim vor Ort  als Logistikzentrum zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken sowie auch als Kleiderwechsel- und Ruhestation für Einsatzkräfte.

Hinsichtlich der Beurteilung der Standfestigkeit und Statik des Brandobjektes wurde ein Fachberater und Statiker des Technischen  Hilfswerks (THW) angefordert.

Nachlöscharbeiten und die Überprüfung der Brandstelle mit der Wärmebildkamera nahmen noch etliche Zeit in Anspruch. Die Feuerwehr Jugenheim stellte an der Einsatzstelle  bis gegen 06.30 Uhr  eine Brandsicherheitswache.

 „Trotz der beengten örtlichen Verhältnisse im Stettbacher Tal verlief der Einsatz reibungslos. Unsere Einsatzkräfte haben hervorragende und professionelle Arbeit geleistet“  so der Seeheim-Jugenheimer Gemeindebrandinspektor Stefan Katzer.

 Nacharbeiten in den Gerätehäusern wie zum Beispiel Aufrüstung und Reinigung der Einsatzfahrzeuge  und Atemschutzgerätewartung nahmen ebenfalls noch etliche Zeit in Anspruch.

 Insgesamt befanden sich rund 70 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Jugenheim, Seeheim und Stettbach, darunter der stellvertretende Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt, im Einsatz.  Auch Bürgermeister Alexander Kreissl machte sich persönlich ein Bild von der Lage. Zudem waren der Rettungsdienst und Polizeikräfte vor Ort. Während der Einsatzdauer war das Stettbacher Tal voll gesperrt.

Die Versorgung der Einsatzkräfte nach dem Einsatz mit Essen und Getränken erfolgte im Feuerwehrstützpunkt Seeheim durch den Verpflegungszug Georgenhausen des Deutschen Roten Kreuzes.

Nach ersten Erkenntnissen hatte zunächst eine Kunststoffbox auf der Terrasse Feuergefangen, welches dann auf einen Teil des Dachstuhls übergriff. Hinsichtlich der Brandursache ermittelt die Polizei.

Das Haus ist derzeit unbewohnbar.

Copyright alle Fotos: Feuerwehr Seeheim (Klaus Kraft)