Unter dem Stichwort „Brand am Dach“ wurde die Feuerwehr Seeheim am Montag (06. August) um 20.23 Uhr in die Straße „im Böhl“ alarmiert. Auf Grund der Einsatzmeldung rückte ein kompletter Löschzug an. Beim Eintreffen der Wehr hatten Bewohner bereits erste Löscharbeiten unternommen und durch ihr beherztes Handeln wohl eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert . Die Erkundung der Wehr ergab, dass am unteren Dachrand Isolierdämmung und ein Wespennest in Brand geraten waren. Die Feuerwehr öffnete einen Teil der Dachhhaut und führte Nachlöscharbeiten durch.  Zudem wurde der Bereich mittels einer Wärmebildkamera auf Brandnester untersucht. Neben sechs Fahrzeugen mit 29 Einsatzkräften der Feuerwehr,  darunter Gemeindebrandinspektor Stefan Katzer, waren auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt, der Rettungsdienst und Polizeikräfte vor Ort. Nach etwas mehr als einer Stunde konnte die letzten Feuerwehrleute die Einsatzstelle verlassen.

Ein Unwetter mit Gewitter, Starkregen und Hagel traf am Nachmittag des Dienstag (07. August) wiederum auch die Gemeinde Seeheim-Jugenheim. Besonders betroffen waren die Ortslagen Seeheim und Jugenheim. Um 16.42 erfolgte die Alarmierung der Wehren Jugenheim und Seeheim. Auf Grund der Schadenslage wurden kurze Zeit später auch die Feuerwehren Balkhausen und Stettbach zur Verstärkung hinzugezogen. Die Einsatzleitung hatten Gemeindebrandinspektor Stefan Katzer, der von seinem Stellvertreter Dirk Mattauch unterstützt wurde. Überwiegend galt es, überschwemmte Keller- und auch Wohnräume leerzupumpen. In Seeheim wurde die Darmstädter Straße Seeheim  durch die Regenmassen überflutet, in der Ober-Beerbacher Straße Kanalschachtabdeckungen aus ihren Fassungen gedrückt. In Jugenheim beseitigte die Feuerwehr unter anderem Regenwasser, das sich auf dem Dach eines Lebensmittelmarktes aufgestaut hatte und sorgte zudem für einen ungehinderten Abfluss.

Mitten in  diese Einsätze platzte zudem die Meldung über eine unklare Rauchentwicklung. Die Suche nach einer Brandstelle verlief jedoch negativ.

Insgesamt waren fast 100 Kräfte der Feuerwehren Balkhausen, Jugenheim, Seeheim und Stettbach mit allen verfügbaren Fahrzeugen im Einsatz. Rund 35 Einsatzstellen mussten abgearbeitet werden. Außerdem unterstützten Kräfte der Feuerwehren Balkhausen, Jugenheim und Seeheim die Feuerwehr in Alsbach, das von dem Unwetter ebenfalls stark betroffen war.

Erst gegen 21 Uhr konnten die letzten Feuerwehrleute ihren Einsatz beenden. Aufrüst- und Reinigungsarbeiten an Fahrzeugen und Geräten nahmen danach aber noch einige Zeit in Anspruch.

Copyright alle Fotos : Freiwillige Feuerwehr Seeheim (Klaus Kraft)

 

 

Noch während dieser Arbeiten mussten die Feuerwehren Seeheim und  Stettbach erneut ausrücken. An der Straße zum Wohnplatz „Hainzenklingen“ in Stettbach drohte ein abgebrochener Ast auf die dortige Zufahrtsstraße zu stürzen. Mit Unterstützung durch die Seeheimer Drehleiter wurde die Gefahr beseitigt.

Ein ähnlich gelagerter Fall mit einem Baum, der an der Zufahrtsstraße zu dem Wohnplatz „Wallhausen“ bei Stettbach auf eine Freileitung zu stürzen drohte, beschäftigte in der Mittagszeit des Mittwoch (08. August) die Seeheimer Feuerwehr.  Auch hier kam die Drehleiter zur Gefahrenbeseitigung zum Einsatz.

In  Zusammenhang mit der immer noch herrschenden extremen Trockenheit und hohen Temperaturen weist die Feuerwehr noch einmal eindringlich auf das bestehende Rauchverbot im Wald hin. Der kleinster Funke kann derzeit genügen, um einen Waldbrand zu entfachen. Der ausgetrocknete Waldboden und auch das teilweise vorhandene Unterholz bieten dem Feuer ausreichend Nahrung. Ungünstige Windverhältnisse können zudem dazu beitragen, dass sich ein Feuer rasend schnell ausbreitet. Aufgrund der extremen Trockenheit können achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, oder durch ihre mögliche Brennglaswirkung selbst Glasflaschen oder Glasscherben, ein Feuer auslösen verursachen. Zudem sollten  keine Fahrzeuge über brennbaren Flächen abgestellt werden, da durch Motorhitze und die hohe Temperatur von Katalysatoren ebenfalls die Gefahr besteht, dass die Bodenvegetation in Brand gerät.

 

 

Sobald daher jemand einen Wald- oder Flächenbrand wahrnimmt, unbedingt zuerst sofort die Notufnummer 112 anrufen, damit eine schnelle Alarmierung der Feuerwehr erfolgt und keine wertvolle Zeit verloren geht.