Nach den Unwetterereignissen vom 23. April sowie vom vergangenen Samstag  (9. Juni) waren Teile von Seeheim-Jugenheim am frühen Abend des gestrigen Montag (11. Juni) erneut von einem Gewitter mit Starkregen betroffen, so dass gegen 18.30 Uhr örtliche Feuerwehren zum Einsatz alarmiert wurden mussten.

Besonders im Ortsteil Ober-Beerbach ließ der ergiebige Regen in kurzer Zeit Bäche über die Ufer treten und es kam zu Überschwemmungen von Grundstücken und in Gebäuden im  unteren Bereich der Ernsthöfer Straße. Auch ein Metall verarbeitender Betrieb im Gewerbegebiet in der Erbacher Straße wurde durch eindringende Wassermassen  in Mitleidenschaft gezogen.

Die Freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach wurde vor Ort durch die Wehren aus  Seeheim und Stettbach unterstützt. Zur Beseitigung der Wassermassen kamen mehrere Tauchpumpen zum Einsatz. Außerdem musste an verschiedenen Straßenstellen Geröll und Schlamm von der Fahrbahn geräumt werden.

Der Ortsbereich von Seeheim kam diesmal glimpflich davon. Lediglich in der oberen Schlossstraße drückten die Wassermassen des Elsbach eine Schachtabdeckung der Bachverrohrung aus Ihrer Fassung, so dass eine kleinere Fahrbahnfläche überflutet wurde. Außerdem musste im unteren Bereich der Schlossstraße ein an diesen Bach angrenzendes Wohnanwesen mit Sandsäcken gegen Überflutung gesichert werden. Neben der Seeheimer Wehr kam in der Schlossstraße auch die Feuerwehr Stettbach zum Einsatz.

Im Stettbacher Tal drohte der Stettbach in Höhe eines Hotel- und Restaurantbetriebes über die Ufer zu treten. Hier wendete die Freiwillige Feuerwehr Jugenheim Schaden ab.

Zudem kontrollierten die Wehren Seeheim und Jugenheim in ihrem jeweiligen Ortsbereich die Rechen an den Einläufen der Bäche in deren Verrohrung auf Beeinträchtigungen im Wasserabfluss.

An 13 Einsatzstellen waren insgesamt rund 50 Kräfte der Feuerwehren aus Jugenheim,  Ober-Beerbach, Seeheim und Stettbach  tätig.Die Gesamteinsatzleitung hatte  Gemeindebrandinspektor Stefan Katzer. Auch Bürgermeiser Alexander Kreissl informierte sich im Lagezentrum im Feuerwehrstützpunkt Seeheim über die Situation.

Gegen 21.30 Uhr waren dann alle Einsatzstellen abgearbeitet.

Für die Einsatzkräfte bedeutete dies aber noch nicht gleich „Feierabend“, denn es galt, danach noch die Fahrzeuge wieder aufzurüsten, Schläuche und Pumpen sowie weiteres eingesetztes Gerät zu reinigen und wieder einsatzbereit zu machen. Es handelt sich hierbei um Arbeiten, die nach Einsätzen unumgänglich, für die Öffentlichlichkeit aber nicht sichtbar sind, und die ebenfalls noch einen nicht unerheblichen zusätzlichen Zeitaufwand erfordern.

Copyright alle Fotos: Freiwillige Feuerwehr Seeheim (Klaus Kraft)